Das Projekt

Die MotoStudent – Innovation auf zwei Rädern

Das ist ein Platzhalter

Die MotoStudent ist ein international renommierter Konstruktionswettbewerb, der alle zwei Jahre in Spanien stattfindet und Studierende aus der ganzen Welt zusammenbringt. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein echtes Rennmotorrad – von der ersten Skizze bis zum fahrfertigen Prototyp – eigenständig zu entwickeln und auf die Rennstrecke zu bringen. Dabei treten die Teams in unterschiedlichen administrativen und technischen Disziplinen gegeneinander an und sammeln wertvolle, praxisnahe Erfahrungen, die weit über den Hörsaal hinausgehen.

Die Veranstaltung ist in zwei Wettbewerbskategorien unterteilt: MotoStudent E-Fuel, bei dem ein Verbrennungsmotor verwendet wird, und MotoStudent Electric, bei dem die Teams ein vollelektrisches Motorrad entwickeln. Um Chancengleichheit zu gewährleisten, erhalten alle Teams zu Beginn ein einheitliches Basis-Kit mit zentralen Komponenten wie einen 250ccm Einzylinder Rennmotor, einen Satz Reifen und einer Bremsanlage. Der Rest – von Chassis, Antrieb und Elektronik bis hin zu Verkleidung und Fahrwerkseinstellungen – muss von den Teams selbst konzipiert, ausgelegt, konstruiert und gefertigt werden.

Der Wettbewerb gliedert sich in zwei große Phasen: MS1 und MS2. In der MS1-Phase liegt der Fokus auf der theoretischen und wirtschaftlichen Planung. Die Teams müssen eine umfassende Konstruktionsdokumentation erstellen, einen detaillierten Geschäftsplan entwickeln und verschiedene technische und betriebswirtschaftliche Aspekte ihres Projekts in Form strukturierter Kapitel einreichen. Diese Phase fördert vor allem das interdisziplinäre Denken sowie Projekt- und Teammanagement-Kompetenzen.

Die MS2-Phase bringt den Puls dann endgültig auf Rennfrequenz: Sie findet vor Ort auf dem legendären Motorland Aragón Circuit statt. Hier müssen sich die Prototypen einer Reihe strenger Sicherheitstests und technischen Abnahmen unterziehen. Nur wer die Regelkonformität und Funktionstüchtigkeit seines Fahrzeugs beweisen kann, darf an den dynamischen Tests teilnehmen. Dazu zählen unter anderem die Beschleunigungsprüfung (Acceleration Test), der Bremsentest, ein anspruchsvoller Gymkhana-Parcours zur Überprüfung von Handling und Agilität – und schließlich das Abschlussrennen, bei dem sich die Teams mit ihren Maschinen auf der Rennstrecke messen.

Die MotoStudent ist damit weit mehr als nur ein Wettbewerb: Sie ist ein Sprungbrett für Nachwuchsingenieurinnen und -ingenieure, sowie Studierenden anderer Bereiche, ein Schmelztiegel technischer Innovation, Teamarbeit und Leidenschaft – und ein echtes Highlight im akademischen Motorsportkalender.